Lektüre: Alan Greenspans “The Age of Turbulence”. Die Lebensgeschichte eines hochintelligenten Zahlenanalysten. Einer der die Welt in Nummern sieht. Vor allem aber eine Geschichte der freien Marktwirtschaft. Greenspan, 1926 geboren, hat drei Revolutionen durchgemacht. Die gesellschaftliche Revolution der 60er-Jahre, die er kaum wahrnahm, da sie sich ökonomisch wenig bemerkbar machte (erst als er mit Bill Clinton zu arbeiten begann, war er dem neuen Denken zum ersten Mal direkt ausgesetzt); dann die Globalisierung, die in den 90er Jahren so richtig begann und mit der digitalen Revolution einherging. Im Buch stecke ich am Anfang der Clintonzeit, also auch am Anfang der beiden genannten Revolutionen. In Echtzeit scheint die Globalisierung ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht zu haben. Von hier an geht’s abwärts, aber vermutlich nur temporär. Die digitale Revolution aber rast weiter, erhöht in der gegenwärtigen Krise sogar noch ihr Tempo.