Der momentane Konsumunterbruch, auch wenn er noch monatelang andauern wird, ist nicht das Ende der Weltwirtschaft. Er mag manches Unternehmen und sogar ganze Sektoren in den Abgrund treiben, aber die Sehnsucht des westlichen Menschen und seiner Mittelklasse-Cousins in anderen Regionen der Welt nach Unterhaltung, Ablenkung und Konsum ist ungebrochen; sie wird nach dieser Episode sogar noch anwachsen und der Weltwirtschaft, zumindest den Unternehmen, die auf dem richtigen Kurs sind und in dieser Zeit des wechselnden Windes die Segel entsprechend zu setzen vermögen, den nötigen Antrieb verleihen. Auch an Geld wird es nicht fehlen. Dafür sorgen die Zentralbanken.

Heute meldet zum Beispiel die NZZ: „Kurz vor Ostern hat die britische Zentralbank bekannt gegeben, sie gewähre der Regierung die Möglichkeit, direkt bei ihr Geld in beliebiger Höhe zu beziehen.” – Das letzte Tabu ist somit gebrochen. Solches geschah bisher nur im Krieg. Die Zentralbanken finanzieren die Regierungen, und diese wiederum „retten“ Menschen und Unternehmen mit einem Geldregen. Der Rubel muss rollen, um jeden Preis. Und am Horizont lauert das Gespenst Hyperinflation.

Genug Geld für alle zur Verfügung stellen, gleichzeitig aber die Geldentwertung in Schach halten. Das ist die Kunst der Zentralbanker, in deren Hand das Schicksal der Weltwirtschaft liegt.