In der Nacht … Ich bin unterwegs nach Bologna, wo ich eine Konferenz besuche. Die Reise wird von einem Italiener organisiert, den ich in Berlin kenne. Von der Schweiz aus, wo ich wohne, fliege ich nach Berlin. Der Italiener hat dort ein Auto gemietet, mit dem wir durch ganz Deutschland nach Italien fahren sollen. Ich rege mich sehr über diese Reiseroute auf. Warum lässt du mich nach Berlin fliegen, um dann durch ganz Deutschland zurück in die Schweiz zu rasen? Warum nicht direkt nach Bologna? Während die anderen Reiseteilnehmer (gesichtslos, aber ich kenne sie) ihre Koffer verladen und ins Auto steigen, überlege ich hin und her, ob ich meine Teilnahme an der Konferenz absagen soll oder nicht. Bei meinen Kunden handelt sich um die Firma X … Was soll’s, denke ich, das sind sowieso C-Kunden, unwichtig! Ich entschließe mich zur Absage und lade meinen übergroßen Koffer wieder aus. Der Italiener versteht mich. Er fahre halt gern Auto, erklärt er. Nun bin ich also alleine in Berlin. Ich ziehe mich in ein Gebäude zurück, um zu überlegen, was ich als nächstes tun soll. Dort aber verliere ich, wie Kafkas Amerikafahrer Karl Roßmann in „Der Verschollene“, meinen Koffer aus dem Auge. Ich suche ihn in alten, heruntergekommenen Berliner Wohnhäusern und Hinterhöfen, aber der Koffer bleibt verschollen.