Eigentlich hätte jetzt die Stunde der Mathematiker geschlagen. Folgende Frage wäre ihnen zu übergeben: Wie kann die Kurve der Infizierten möglichst flach gehalten werden, sodass die Spitalversorgung nicht zusammenbricht? Der Virus wird sich nicht ausrotten lassen, er wird uns erhalten bleiben. Wir wollen aber Infektionshöhepunkte vermeiden und die Infektionsrate über lange Zeit so flach halten, dass immer genug Betten auf der Intensivstation zur Verfügung stehen. Spanien und Italien haben sich für die Quarantäne entschieden, die aber kaum mehr als zwei, drei Wochen lang aufrechterhalten werden kann. Werden so Höhepunkte nicht einfach hinausgeschoben? Boris Johnson hingegen verordnet, dass nur wer Symptome hat und wer besonders gefährdet ist, zu Hause bleiben soll, ansonsten aber business as usual herrsche. Auch spricht er offen von tausenden von Toten, die zu erwarten seien, was sonst kein Staatschef wagt. Was sagen uns die Mathematiker dazu? Könnte es sein, dass Großbritannien mit ihrem erprobtem keep calm and carry on vielleicht näher am idealen Model dran ist, als die Spanier und Italiener?