Lektüre: wieder einmal ein Genre-Buch. “Wool” von Hugh Howley aus der postapokalyptischen Gattung. Gestern las ich die ersten sechzig Seiten, die mich reingezogen, aber schon heute morgen verspüre ich einen gewissen Unwillen weiterzulesen. Vielleicht ist an der viel verspotteten deutschen Unterscheidung zwischen “Unterhaltungs”- und “ernsthafter” Literatur, die es angeblich im “angelsächsichen Betrieb” so nicht geben soll (natürlich gibt es sie), doch etwas dran. Unterhaltung: Brot und Spiele. Wer sich darüber erhebt, begeht den subversiven Akt des Ausklinkens. Das Tor zum großen Ganzen öffnet sich, wenn auch nur einen Spalt. Deshalb auch kein Netflix – und das trotz “The Wire” (und Serien von vergleichbarer Qualität) – dem Dickens des postmodernen Technologiezeitalters (auch: hypermoderinity).