Am Anfang aller Erkenntnistheorie steht die Frage, was man überhaupt unter “Wissen” verstehen soll. und zwar in der Abgrenzung von “Meinen” und “Glauben”. Der größte Teil allgemein verfügbarer Erkenntnisse besitzt entweder den Status wahrer Meinung oder wird geglaubt. Wissen in einem engeren philosophisch-wissenschaftlichen Sinne liegt aber erst dann vor, wenn zur Haltung des Überzeugtseins (wie beim Glauben) die (selbstständige) Kenntnis von guten Gründen hinzukommt, die zur Bestätigung oder Rechtfertigung der fraglichen Aussagen hinreichen.” Seite 124, Eintrag zur “Erkenntnistheorie”, wegen Sloterdijk-Lektüre zur Hand genommen.