Kaffee im Gartenhaus. Mein üblicher Gossauer Kaffee in einer Tasse, welche die ideale Größe hat: sie wird ausgefüllt durch einen langen Espresso der auf einen fingerbreiten Boden vorgeheizter Milch rinnt. Ein cortado largo de café. Der Blick geht auf die grüne Wiese, Büsche und Bäume und darüber den blauen Himmel. Die angekündigte Hitzewelle lässt auf sich warten.
Lektüre: Zuerst einige Tage in “Siebzig Verweht III”, dann im “Glasperlenspiel”, dem einzigen Roman von Hesse, den ich noch nicht gelesen hatte. Hesse hat den Ruf eines Autoren, der junge Menschen fasziniert und an den man im späteren Leben mit etwas Nostalgie zurückdenkt (ebenso wie zum Beispiel an Hemingway). Eigentlich hatte auch ich gedacht, dass Hesse und Hemingway längst hinter mir lägen, jetzt aber lese ich ihn mit viel Freude, und heute Morgen erwachte in mir der Wunsch “For Whom the Bell Tolls” wieder zu lesen (nach fast dreißig Jahren).

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