Beim Gang durch die Stadt stelle ich fest, dass das Restaurant Dufour nun “Brauwerk” heißt. Jahrelang, jahrzehntelang sogar, hatte sich das alte Dufour als wenig einladende aber gemütliche Spelunke gehalten, während das restliche Gastgewerbe der Stadt schrittweise für das 21. Jahrhundert zurecht renoviert wurde. Nun sieht das Dufour einladend aus, gemütlich ist es vermutlich nicht mehr. Dass man den einmaligen Namen des Generals aus dem Sonderbund-Krieg dem generischen “Brauwerk” geopfert hat, zeugt von der Provinzialität der St. Galler Agenturen. Irgendetwas-Werk hat man vor zwanzig oder dreißig Jahren neue Lokalitäten in Berlin genannt. Unterdessen heißen so nur noch Quartier-Coiffeure: Von Frisör Sandro zu Haarwerk.

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