Hier begegnen wir zum ersten Mal einem Jüngling, der zum Übermenschen strebt. Er ist wie der BAUM AM BERGE: keines Menschen Hände vermögen ihn zu schütteln, aber der Wind, den wir nicht sehen, biegt ihn, wohin er will. Die unsichtbaren Kräfte sind es, die uns bewegen! (Jung war natürlich Nietzsche-Leser.)
Und noch eine Baum-Metapher: Je höher ein Baum hinaus will, ins Helle, desto tiefer streben seine Wurzeln erdwärts – ins Dunkle, ins Böse. Denn wenn der Geist in die Höhe strebt, ins Freie, wenn er alle Ketten sprengt, dann wollen auch die schlimmsten Triebe, die wilden Hunde im Keller ins Freie.
So warnt Zarathustra den Jüngling, der zum Übermenschen strebt: „wirf den Helden in deiner Seele nicht weg! Halte heilig deine höchsten Hoffnungen!“