Ein radikal weltgewandter Zarathustra spricht GEGEN DIE HINTERWELTLER, wider die heuchlerischen Verkünder und selbsternannten Pförtner des Transzendenten mit ihrem Gott und ihren Göttern.
Zarathustra wendet sich nicht nur gegen die “Pfaffen”, sondern gegen unser gesamtes religiöses Erbe. Und aus heutiger postchristlicher Sicht natürlich auch gegen die Armee der spirituellen Rauchverkäufer.
Natürlich unterlag auch Zarathustra selbst einmal der Versuchung sich mit einem Sprung in die Hinterwelt vor der Welt und dem sterblichen Leib zu retten, aber der Gott, den er dabei schuf, ward aus seiner eigenen Unvollkommenheit geboren. Und was konnte anderes dabei herauskommen als ein unvollkommener Gott?
Überhaupt ist dieser Sprung in eine Hinterwelt um dem Leiden zu entgehen etwas sehr Menschliches. Alle tun es, auch die Marxisten, die Faschisten, die modernen Liberalen …
Zarathustra aber lehrt uns, den Blick auf die Erde zu richten! Einen neuen Willen lehrt er uns. Der Wille eines gesunden Leibes: redlich, rein, vollkommen, rechtwinklig – der Hinterwelt den Rücken kehrend, der Erde zugewandt.

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