Ich lese „Faserland“. Gekauft „2000, ZH HB“ – das steht vorne im Buch. Vermutlich in jener Buchhandlung im Shopville, die ich schon seit Jahrzehnten gerne besuche. Heißt das eigentlich immer noch Shopville? Dieser Name hört sich sehr veraltet an, aus den neunziger Jahren. In diesem Sinne passt er gut zu Faserland. Faserland ist eigentlich ein Bericht aus jener Zwischenzeit, die man eben die „neunziger Jahre“ nennt. Es wurde 1995 veröffentlicht, ungefähr auf halber Strecke zwischen dem Ende des Kalten Kriegs und 9/11. Trotzdem ist das Buch überhaupt nicht veraltet, obwohl noch Autotelefone vorkommen und Flugtickets an Schaltern gekauft werden. Es liest sich in einem Zug; wenn ich Zeit hätte, würde ich es heute Morgen noch fertig lesen. Mit der Lektüre von Faserland beginnt mich Christian Kracht zum ersten Mal zu interessieren. Als ich das Buch zum ersten Mal las, ließ es mich noch recht kalt. Vielleicht war ich damals (2000) noch zu nahe an der Zeit des Buches (1995) dran.

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