So kommt mir das Zentrum von Frankfurt vor (wo ich schon sehr oft war, kumuliert monatelang, ohne die Stadt wirklich kennengelernt zu haben): Hebt man den Blick in die Höhe wähnt man sich in einer grauen Arbeitslandschaft. Überall bohren sich Bürotürme in den Himmel. Banken und andere Arbeitgeber, welche ihren Angestellten im Tauschgeschäft für deren Zeit zu relativem Wohlstand verhelfen. Mittendrin steht auch das riesige Messegelände. Diesem „oberen Stockwerk“ der Innenstadt steht eine Sekundärinfrastruktur zur Verfügung, bestehend aus Restaurants, Hotels und Coffeeshops. Es gibt aber auch die unteren Etagen: Einfache Wohnblöcke, billige Imbisse, Wettbüros. Es ist ein zweigeteiltes Zentrum, welches an amerikanische Städte erinnert, nicht nur wegen der Wolkenkratzer.
Am Sonntag sind die Straßen tot. Die wenigen Passanten unterhalten sich in vielen verschiedenen Sprachen, vor allem arabisch. Teure Autos brausen vorbei.
Die Fußgängerzone ist so unpersönlich, dass man sich nicht an sie erinnern kann. Es gibt nichts, woran sich das Gedächtnis festklammern könnte. Sie glänzt aber mit einigen teuren Läden.

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