Am Morgen blieben mir etwas mehr als drei Stunden Zeit zur Lektüre, bevor sich P. mit noch schlaftrunkener Stimme erkundigte, ob es denn bereits Morgen sei. (C. verbringt zwei Tage in Ríopar, an der Quelle des Flusses Mundo, wo, gemäß ihrem Bericht, der Sternenhimmel einen großen Eindruck auf sie gemacht haben soll.)

Zwei Devisen aus der Lektüre der “Afrikanischen Spiele”: Der Wille zum Leben, und: Die Welt als Symbol. Von der Überfahrt nach Algerien berichtet der Erzähler, der sich als Einundvierzigjähriger seiner Erlebnisse als sechzehnjähriger Fremdenlegionär erinnert: “Gegen Abend fuhren wir ab, durch die kleinen, weißen Inseln hindurch in den offenen Golf hinaus. Die Nacht war ruhig und warm; die Sternbilder zogen größer und leuchtender auf. In glücklicher Stimmung schlief ich ein und brachte, wenn ich erwachte, Stunden im träumenden Hellschlaf zu. Das Schiff fuhr nur für mich, mein Wille war es, der zu der fremden Küste trieb.” – Hier erkennt der Autor das eigene Schicksal als Produkt des Willens; der Sternenhimmel und wohl auch die Stille des nächtlichen Meers oder der Wind in den Haaren als Symbol für die Vorgänge in seinem Inneren.

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