“Bohemian Rhapsody” im Renoir Princesa. Ein wohlgeratener, dem Helden gutgesinnter Film. Ohne in Wunden zu stochern, ohne Sensibilitäten zu verletzen erzählt er vom schwierigen und grandiosen Leben des Freddy Mercury. Ich vermute, dass Sacha Baron Cohen das Projekt verlassen hatte, weil es ihm zu manierlich war. Ich aber bin einverstanden mit dieser Harmlosigkeit. Kritik wird heute zu oft mit Tiefgang verwechselt.

Am Samstag wieder einmal eine “DVD geschaut”, einer alten aus meiner Londoner Sammlung, vor mehr als zehn, fast fünfzehn Jahre gekauft. (Ich wollte meine DVDs einmal verkaufen, aber niemand will sie mehr.) Als ich auf Carol wartete, lief das Menu-Filmchen im Dauerloop. Die Bildercollage auf dem Bildschrim, das Geklimper der Musik, der ruckartige Sprung am Ende des Loops, zurück zum Anfang – das alles kam mir mechanisch vor. Eine Erinnerung an die ersten, holperigen Jahre des digitalen Zeitalters. Auch das Herausklauben der Disk, das Summen des Players, das abschließende Verstauen des Films im Gestell – Relikte aus der Vergangenheit.

Heute Morgen in “Siebzig Verweht V” gelesen und im “Canto” von Nizon.

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