Der Radio-3-Sprecher kündigt fröhlich einen frühlingshaften Freitag an. Hay que ir a bailar, gibt er die Parole für das fin de semana aus. Indes nimmt die Schmutzglocke über der Stadt an Dichte zu.

“Untertauchen” abgeschlossen, zurück in Büchergestell gestellt. Von dort habe ich – für die paar Minuten in der Bar Amigos heute Morgen – “Canto” mitgenommen. Meiner erster Nizon der vor dem Umzug nach Paris geschrieben wurde. Er ist wohl in Rom entstanden, wo der Autor in den späten fünfziger oder frühen sechziger Jahren als Stipendant wohnte. “Was haben Sie zu sagen?”, fragte irgendein Direktor irgendeiner Kulturakademie ihn geschwollen, den jungen Künstler schnippisch provozierend. Natürlich hat Nizon darauf keine Antwort. “Ich weiß nicht, was ich antwortete, ich weiß aber auch wirklich nicht, was ich allenfalls zu sagen hätte. Zu laufen habe ich immerzu. Dabei kann und mag ich nichts anschauen. Aber so die Flanken des Lebens abirren, immerzu, dass es wie Fahrtwind an die Geschäftshälften rauscht. Die Seiten der Stadt abirren.”

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