Berlin, 8. August 2018

Nach dem Mittagessen in Glienicke/Nordbahn spazierten wir durch einen Mischwald. Ich mag den Waldgang sehr. Natürlich folge ich dabei dem Ideal eines jüngerschen Waldgangs, der Waldgänger im inneren Widerstand zur von Konsumismus und Tabus geprägten Mainstream-Kultur also. (Es ist nämlich nicht so, dass die letzten Tabus gefallen sind, wie man vielleicht glauben möchte. Alte Tabus wurden einfach durch neue ersetzt, welche allerdings kaum erkennbar sind, da sie im Kopf beginnen und eine gewisse Art zu denken – und natürlich zu sprechen – verbieten.) Der Waldgänger also schätzt die Nähe zur Natur, die Distanz zu den naturfernen Schichten der Menschheit, wobei er natürlich nicht die Menschheit und ihre Kultur als solche gering schätzt. Er mag diese sogar in Form eines Büchleins bei sich tragen. An einem schattigen Platz setzte er sich setzten und liest ein paar Minuten lang darin.

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