Madrid, 22. Mai 2018

Schon seit einiger Zeit trinke ich meinen Kaffee in der Cafeteria des Altersheims gegenüber von P.’s Kindergarten. Er kostet nur 60 Cents. Außerdem ist sie, mit Ausnahme des VIPS, das einzige zu Fuß erreichbare Café. Und am wichtigsten: Es ist ein starker Kaffee. Ich trinke ihn im Glas mit heißer Milch, aber das Glas nur zu zwei Dritteln gefüllt. Obwohl ich jeden Tag dasselbe bestellen, muss ich es der freundlichen jungen Dame hinter der Theke immer stets von Neuem erklären. Heute saß ich zum ersten Mal dieses Jahr draußen. Ich las Jungs Mandala-Buch – bin fast damit fertig. Aus der Konklusion: ” … [so] ist man zur Feststellung gezwungen, dass jenseits des Bewusstseins eine dem Individuum unbewusste Disposition von sozusagen universaler Verbreitung vorhanden sein muss, eine Disposition nämlich, die zu allen Zeiten und an allen Orten im Prinzip die gleichen oder wenigstens sehr ähnlich Symbole zu produzieren vermag. Da diese Disposition dem Individuum in der Regel unbewusst ist, habe ich sie als das kollektive Unbewusstsein bezeichnet und postuliere als Grundlager der symbolischen Produkte desselben die Existenz urtümlicher Bilder, der Archetypen.”

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s