Madrid, 3. Februar 2018

Sonntag. Es ist kalt und nass. Leichter Schneeregen fällt, winzig kleine weiße Tropfen, später dann richtiger Schnee, der aber nicht liegen bleibt. Am Morgen sitze ich auf dem Sofa, trinke Kaffee und lese im neuen Murakami, den ich gestern Abend, nachdem ich mit Jordan Petersons “12 Rules” fertig war, begonnen hatte. Ich könnte den ganzen Tag lang so sitzen und lesen, aber die Ruhe wärt nur eine halbe Stunde lang. Dann gehe ich mit Paul in den Park um Holz zu suchen und Pfeil und Bogen zu basteln. Paul ist das einzige Kind im Park. Die Spielplätze liegen verwaist im kalten Regen. Einige Hunde welche ihre Herrchen und Frauchen ausführen, sind schemenhaft hinter dem Regenschleier auszumachen und erstaunlicher viele Runner und Radfahrer sind unterwegs – die Erkenntnis, dass der beste workout derjenige ist, den man nicht machen will, hat sich auch hier herumgesprochen. Unser Waffenbau ist erfolgreich, aber danach sind unsere Hände so kalt, dass wir wieder nach Hause fahren, anstatt wie ursprünglich geplant, Wildschwein zu jagen (wie Indianer). Eine halbe Stunde später sitze ich wieder auf dem Sofa und lese vor dem Kochen eine weitere halbe Stunde Murakami. (Später beginne ich dann auch “Unterwerfung” von Houllebecq zu lesen – ausnahmsweise lese ich wegen besonderen Umständen wieder einmal zwei Bücher gleichzeitig.) Am Nachmittag fahren wir auf einen Kindergeburtstag. Es schneit und man sieht nichts – auf der Autobahn fahren wir sechzig.

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