La famille Bélier

Seit langem wieder einmal einen Film auf iTunes gesehen, schon vor Wochen gemietet und dann doch nicht geguckt, war er nun kurz vor dem Ablaufen. Es hat sich gelohnt. Die Geschichte einer französischen Bauernfamilie, der Béliers. Eltern und Sohn sind taub, nur die sechzehnjährige Tochter hört und spricht und hat ein großes Talent: ausgerechnet ihre Stimme – sie singt wunderbar. Ein Musiklehrer will ihr helfen in Paris zu studieren, aber natürlich ist die Tochter für die taube Familie das Sprachrohr und mehr. Unerlässlich. Eine sehr emotionale Geschichte, gut gemacht, impressionistisch übertrieben: die heile Welt der französischen Provinz wir in schönsten Bildern gezeichnet, Klischees werden humorvoll bedient. Im letzten Akt fließen die Tränen, wegen der Geschichte, aber auch wegen der ausgelösten Gefühle, vor allem über das Vergehen der Zeit: Kindheit, Jugend, Nestflucht, Kinder – der Zyklus, man denkt zurück, man sieht nach vorn.

Mes chers parents je pars
Je vous aime mais je pars
Vous n’aurez plus d’enfants
Ce soir
Je ne m’enfuis pas je vole
Comprenez bien je vole
Sans fumée sans alcool
Je vole, je vole

… singt Paula, die Tochter. Nicht oft gibt es im Kino solche finalen Szenen. Alles löst sich in Musik auf.

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