Berlin, 22. August 2017

Im Sony Center draußen unter der fächerhaften Kuppel. Bubi und Pepis sind im Legoland und ich ging währenddessen zu Dussmann, von wo aus ich mit einem Reclambändchen in der Tasche zurück zum Potsdamer Platz spazierte. Wenn man von der Friedrichstraße unter die Linden einbiegt, tritt man direkt in die Gegenwart, weiß aber die Geschichte im Rücken. Man geht zuerst an der mächtigen russischen Botschaft vorbei und sieht dann links den stattlichen Union Jack, der schwerfällig über dem Tor der britischen Botschaft hängt und von den Zeiten träumt, als er noch die Wellen beherrschte. Dann der Pariser Platz: die Stares und Stripes und die Trikolore wachen von entgegengesetzten Ecken aus über ihn. Unter dem Brandenburger Tor suchte ich, mich zwischen Touristengruppen und –pärchen zwängend, Schutz vor einem Platzregen. Die Säulen und die Menschenmassen versperrten mir den Blick auf die Kuppel des Reichstages auf dem, wie man weiß, die deutsche Fahne weht. Noch leben sie die alten Mächte der nördlichen Hemisphäre, von der Beringstraße bis zum Atlantik die Welt umspannend, doch man ahnt, dass die alte Weltordnung auf ihr Ende zusteuert. Was liegt dahinter? Hinter dem Brandenburger Tor krümmen sich die Bäume des Tiergartens in Wind und Regen.

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