Madrid, 17. Juli 2017

Immer wieder der Gedanke an die Akkzeleration – nicht der Zeit, sondern der Ereignisse in der Zeit. In alten Texten lese ich, dass diese bereits früh im letzten Jahrhundert zu spüren gewesen war. Es geschah dann, was geschehen ist (jene Katastrophe, an welcher der Neue Mensch sich definiert). Dann stotterte die Geschichte langsam auf einen Halt zu. Ein langer gerader Weg schien hinter dem Berg zu liegen. Doch als die Kuppel überwunden war, fand man dahinter den steilsten aller Abhänge vor. Nun rasen wir in die Tiefe und glauben alle zu wissen, was unten auf uns wartet, obwohl eines jeden Perspektive eine andere ist, und manche auch an das baldige Abheben in die Lüfte glauben, an die Loslösung von der alten Schwerkraft der Geschichte, des Menschseins gar. Doch sind wir ehrlich, niemand weiß was unten liegt. Oder wird uns (einem Teil von uns) tatsächlich das Abheben gelingen? Die meisten wollen es nicht wissen, denn die Fahrt ist zu rasend und so wird konsumiert und relativiert. Um sich selbst und anderen vorzuspielen, man wisse trotzdem Bescheid, klammert man sich am Bild des Neuen Menschen fest.

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