Supermärkte

200’000 Jahre lang träumten wir – Homo Sapiens – vom Paradies. Von einem Garten den man nicht zu bestellen braucht und der trotzdem immer Früchte hervorbringt. Vom Schlaraffenland. 200’000 Jahre lang träumten wir von Supermärkten.

Nun aber, da wir solche in die Existenz geträumt haben, erkennen wir das Paradiesische an ihm nicht mehr. Im modern-urbanen Umfeld gehört es sogar zum guten Ton, Supermärkte nicht zu mögen. Wieder träumen wir. Dieses Mal vom Selberanpflanzen und manch einer sogar vom Jagen.

Mit gutem Grund … Jeder Supermarkt steht natürlich auf einem fauligen Fundament von Tierfabriken, gerodeten Regenwäldern, ausgebeuteten Bauern, Sklaven-ähnlichen Arbeitern. Neben den Grundnahrungsmitteln beugen sich die Regale unter Fertignahrung welche langfristig tödliche Mengen von Salz und Schlimmerem enthalten.

Merkwürdig, wie schnell etwas derart paradiesisches und höllisches wie der Supermarkt innerhalb einer Generation zum Standardinventar der Welt wird, das man regelmäßig in Anspruch nimmt, ohne sich seiner Bedeutung bewusst zu sein.

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