Die Erde passt ihre Infrastruktur an

Die Erde als selbstregulierendes System, dessen Ziel es ist, auf ihrer Oberfläche Bedingungen zu erhalten, welche Leben ermöglichen. (James Lovelock, und hier.)

Der Mensch als selbstregulierender Organismus, welcher die innere Ordnung erhält und Entropie vermeidet, indem diese ausgestoßen und in die Umwelt verlagert wird.

Wir bestehen aus ungefähr 10 Milliarden Zellen und 100 Milliarden Mikroben. Für diese sind wir das selbstregulierenden System, welches die Erde für uns ist. (In unserer Galaxie, der Milchstraße, brennen übrigens ungefähr so viele Sterne, wie wir Mikroben enthalten.)

Das ganze Universum als eine Ansammlung immer umfassender, selbstregulierender Systeme, welche einfließende Energie (ein Überbleibsel des Urknalls) umsetzen, um ein inneres Gleichgewicht zu erhalten und Entropie auszulagern.

Aus der Sicht des Planeten Erde (Gaia) ist laut Lovelock (A Rough Ride to the Future) die seit Beginn der Industriellen Revolution vor sich gehende Zerstörung der Umwelt nichts anderes als eine Anpassung der planetaren Systeminfrastruktur. Dreihundert Jahre nachdem wir begonnen hatten, der Erde Energie in Form von Kohle zu entnehmen und diese mit Dampfmotoren zu nutzen, stehen wir kurz davor künstliches Leben zu erschaffen. Die Folgen des Fortschritts der letzten dreihundert Jahre scheinen für die Erde auf den ersten Blick verheerend zu sein, doch bei genauerem Hinsehen sind sie nur für den Menschen schlimm, nicht für die Systemtüchtigkeit des Planeten. Wir haben eine um viele tausendfach beschleunigte Evolution in Gang gesetzt, welche Lebensformen entwickelt, die auf einer heißeren Erde existieren können. Wir werden vielleicht verschwinden, die Erde aber wird mit den neuen Herren der Oberfläche zusammenarbeiten, um ein neues Gleichgewicht zu installieren.

Aus dieser Sicht, wird die Bedeutung des Menschen ganz an den Rand gedrängt. Wer sind wir schon, aus der Sicht der Erde oder gar des Universums? Das ist die extremste Antwort der Wissenschaft auf Adam und Eva. Sie scheint genauso selbstmörderisch wie die links-liberale Selbstanalyse der westlichen Gesellschaft.

Allerdings besteht die Hoffnung auf Endosymbiose. Anstatt verdrängt zu werden, könnten wir zu Supermenschen werden.

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