Madrid, 4. September 2016

Gebe ich mich zu pessimistisch?

Mir fällt auf, dass wann immer ich über Politisches schreibe, ich dem Drang anheimfalle, unterschwellig Weltuntergangstimmung zu verbreiten.

Dies mag als Gegenbewegung zur Überzeugung des Westlichen Menschen, dass langfristig alles immer besser werde, gedeutet werden. Von links (fällt endlich der Kapitalismus, werden alle Menschen so nett und liberal sei wie wir), bis rechts (das Ende der Geschichte, die Westliche Zivilisation als erlösendes Exportkonzept) durchzieht dieser Glaube westliche Denkschulen aller Richtungen. Es ist die christliche Erlösungslehre, die hier durchscheint. Sie hat die Französischen ebenso wie die Kommunistische Revolution angefeuert und Bush und Cheney in den Irakkrieg getrieben. Alles ist erlaubt, denn nach geschlagener Schlacht wartet das Paradies auf Erden.

Ist mein Drang zum politischen Pessimismus also dies: eine Bewegung gegen das tief in mir Verankerte?

Oder bin ich was das Persönliche betrifft so optimistisch, dass nichts mehr für das Politische übrig bleibt?

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