Madrid, 1. September 2016

September – das normale Leben ist zurückgekehrt. Im Gym begrüßt man sich mit Handschlag und Schulter-gegen-Schulter Umarmung. Die Jungs sind zurück, erzählen von den Ferien (normalerweise: pueblo y playa). Heute hat die Churrería wieder geöffnet. Am Freitag beginnen die fiestas patronales, was heißt viel Musik und Lärm, Speis und Trank im Überfluss. Santo Domingo, dem Dorfheiligen, wird noch nur von ein paar brav aussehenden Kirchgänger gedacht, die mit Gitarre und Kreuz gegen die heidnischen Gelage ankämpfen.

Ich stecke mitten in Spenglers Der Untergang des Abendlandes. Bei über tausend Seiten werde ich noch einige Wochen daran sitzen, vor allem weil vier Reisen auf mich warten: Zwei Mal Kopenhagen (Arbeit) und zwei Mal Andalusien (Hochzeit und Urlaub). Mit Paul Masons Postcapitalism bin ich fertig und werde hier bald einen Artikel dazu publizieren. Für den Flug nach Kopenhagen werde ich mir vielleicht noch einen Roman kaufen, da ich mir nicht sicher bin, ob ich im Billigflieger drei Stunden lang dicht gewobene Geschichtsphilosophie durchstehen werde. Science Fiction oder Goethe? Spengler hat in mir die Lust geweckt, den deutschen Großmeister endlich richtig kennenzulernen (das an der Kantonsschule Gelesene ist längst vergessen).

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