Zu müde für The Moviegoer

The Moviegoer” wird als Kultbuch gehandelt, ein “Fight Club” der frühen Sechziger Jahre.

Es erzählt die Geschichte des jungen Aktienhändlers Binx Bolling im New Orleans der goldenen Jahre, nach dem Koreakrieg aber noch vor Vietnam, welcher aus dem Alltagstrott (money and girls, in seinem Fall) auszubrechen versucht. Allerdings ist “Alltagstrott” wohl keine gute Übersetzung – Binx Bolling ist sich nämlich nicht einmal sicher, ob diese “everdayness” seine Mitbürger abgestumpft hat, oder ob sie sich darin so wohl fühlen, dass sie, was er “die Suche” (the search) nennt, bereits hinter sich haben. “The search” ist für Blinx eine nicht genau definierte existentialistische Erkundung nach dem Sinn des Lebens – im Epigraf des Buches zitiert Percy Kierkegaard

Diese Prämisse kombiniert mit der Tatsache, dass Percy als einer der wichtigsten  katholischen Schriftsteller der USA angesehen wird, und das Terrence Malick dieses Buch verfilmen wollte, haben mich dazu verlockt, mir “The Moviegoer” vorzunehmen.

Trotz diesen guten Vorzeichen hat mich das Buch nicht begeistert. Fairerweise muss ich sagen, dass ich das Buch am frühen Morgen oder am späten Abend gelesen habe, meistens etwas zu müde um mich für Binx Bollings search zu begeistern. Er – eben dieser search – schien zwar manchmal durch, blieb für mich aber größtenteils unter der Oberfläche verborgen.

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