12.01.2016

Es war am frühen Morgen nur sechs Grad warm, aber die Nacht war im Gegensatz zu gestern trocken geblieben. Nachdem ich in mein Journal geschrieben hatte, lief ich die anderthalb Kilometer zu meinem neuen Gym (den ich mir ausgesucht habe, weil er bereits um sechs Uhr morgens öffnet). Seit September oder Oktober habe ich ein paar hundert Kilometer im Park zurückgelegt, aber kaum mehr Gewichte gehoben, was zur Folge hatte, dass ich ungefähr fünf Kilo verloren habe. Es ist an der Zeit, wieder ein wenig Eisen zu stemmen, ohne dabei mein Lauftraining zu vernachlässigen – in weniger als drei Monaten laufe ich meinen ersten Halbmarathon.

Gestern war der zweite Tag meiner neuen Arbeitsroutine. Ich habe am Morgen in der Bibliothek drei Stunden lang an meinem Roman (“Metropolis M50”) gearbeitet und mich nach dem Mittagessen, meinem Brotgeschäft gewidmet. Am späteren Nachmittag arbeitete ich an einem neuen Drehbuch, oder besser gesagt an einer Idee (“Blind Man”), welche einmal zu einem Drehbuch werden könnte.

Obwohl ich um fünf Uhr aufgestanden bin, war es schwierig, alles was ich mir vorgenommen hatte, in den Tag hineinzupacken: Training, Arbeit am Roman, Arbeit für meine Firma, Arbeit am Drehbuch, Bloggen (ich schreibe dies am frühen Morgen des 13tn), und natürlich mein Familienleben mit Carol und Paul. Ich bin gestern zum Beispiel nicht zum Lesen gekommen und ich will auch unbedingt ins Kino, um zumindest den neuen Spielberg-Film und Sorkin und Boyles “Steve Jobs” zu sehen. Ich weiß, dass mein Arbeitsplan zu ehrgeizig ist – er ist ein Ideal, das ich anstrebe, im Wissen darum, dass ich es nicht immer ganz erreichen werde.

Werkstattberichte

Als Autor habe ich dieses Jahr zwei Ziele: Meinen Roman “Metropolis M50” zu schreiben (gemäß meinem Plan, sollte ich es zumindest bis zum dritten Entwurf schaffen) und ein neues Drehbuch zu schreiben: möglicherweise “Blind Man”, aber wie gesagt, bin ich immer noch dabei, diese Idee zu entwickeln.

Zwischen den beiden Projekten existieren große Unterschiede: “M50” schreibe ich jeden Morgen drei Stunden lang – come hell or highwater. “Blind Man” schreibe ich am Ende des Tages, in der Zeit die mir nach meiner Arbeit noch bleibt, bis Familienpflichten rufen, oft nicht mehr als eine Stunde am Tag.

“M50” ist ganz mein Projekt. Es ist mein zweiter Roman (mein erstes Manuskript “Nachtwandlung” liegt unveröffentlicht in der Schublade). Ich habe weder eine Agentin noch Leser. Ich werde einzig vom Wunsch und Willen getrieben, einen guten Roman zu schreiben.

“Blind Man” entsteht in einem Netzwerk von Beziehungen, welches zur Zeit allerdings erst aus drei Personen besteht: dem Regisseur (welcher zur Zeit ganz vom Finanzierungsprozess unseres ersten gemeinsamen Projektes in Anspruch genommen wird), unserer Agentin und meiner selbst. Sollte sich die Projektidee konkretisieren, werden natürlich immer mehr Mitstreiter dazukommen und, im Idealfall, wird mir die Geschichte irgendwann aus den Händen genommen werden. Dann erst, mit der Pre-Produktion beginnt sie wirklich zu entstehen.

Ich werde hier auf dem Blog den Entstehungsbericht beider Geschichten dokumentieren. Ich werde regelmäßig, vielleicht einmal in der Woche, vielleicht öfters, zu beiden Themen schreiben und alle diesbezüglichen Einträge unter den Kategorien “M50 – Entstehung eines Romans” und “Writing a Screenplay” sammeln.

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